Markus fühlt sich nicht gut. Er hat in einem Anflug von Selbstzerstörung die gesamte vergangene Nacht hindurch nur konsumiert, ohne Rücksicht auf guten Geschmack oder hohen Niveau. Vor dem Fernseher kauernd, hat er sich in einem überheizten, kleinen, engen Raum mit leeren Softgetränkeflaschen und vollgerotzten Taschentüchern eingekesselt. Markus ist krank. Seine Nebenstirnhöhlen bersten fast durch den Druck des gelben, zähen Schleims; die Lunge röchelt leise brodelnd. Wirklich kein schöner Anblick, der neben Ekel auch einen Hauch an Mitleid erregen kann.
Der Fernseher bewirft ihn mit Bildern des schlechten Geschmacks, mit einer Wiederholung aus dem Hauptabendprogramm. Schon zum zweiten Mal wird Markus Zeuge, wie der Traum einer 17-Jährigen, eines Tages als großer Star auf den Brettern der Welt stehen zu dürfen, durch ein fingiertes Zusehervoting zunichte gemacht wird und sich das Mädchen unter Tränen von ihren kreischenden Fans verabschieden muss. Doch Markus nimmt das alles kaum noch wahr. Er nuckelt an der vierten Ein-Liter-Flasche. Als diese ebenfalls leer ist, starrt er eine Zeit lang an die Decke und beschließt, nun endlich ins Bett zu gehen. Inzwischen ist auch die letzte Zigarette verraucht. Draußen wird es bereits wieder hell. Markus ist müde.

Markus liegt im Bett und ist soeben wieder aufgewacht. Es ist irgendwas zwischen Vormittag und halb Vier. Sein Schädel brummt. Obwohl er unter zwei dicken Decken liegt ist ihm verdammt kalt. Der Schnupfen hat sich den Schlaf zunutzen gemacht und sich böswillig wie ein Tumor im Kopf ausgebreitet. Ihm macht die erschreckende Nüchternheit zu schaffen und ärgert sich, wieder munter zu sein. Das Brummen im Schädel wird immer lauter. Nur ist es jetzt nicht mehr nur ein Brummen, es sind auch Schleifgeräusche dabei, ein unheimliches, stetiges Ziehen von Luft. Markus hält die Luft an. Nein, seine Lunge ist das nicht. Auch der Kopf kann das kaum sein.
Markus ist ängstlich. Ihm wird plötzlich ganz anders. Der Puls rast, er schnappt nach Luft, als ob ihm das helfen könnte. Plötzlich wackelt sein Bett und die Geräusche verlagern sich seitlich zu seinem Kopf. Er macht seine Augen auf und erblickt Olga, eine slawische Raumpflegerin höheren Alters mit einem Staubsauger in ihrer Hand.

Markus sieht rot. Ihm wird bewusst was da gerade passiert war. Flüche, die alle Reinigungskräfte bis in die siebte Generation verdammen, kommen ihm in den Kopf. Er sieht Olga an, schimpft etwas von Staubsauger-Prangerstutzen-Terror und droht ihr, sie werde gleich Wischwasser atmen müssen. Die Staubsaugerführerin, völlig unerwartet dieser Reaktion, lässt erschreckt den Saugstutzen fallen, kreischt etwas von Teufel und einem Todgeweihten und verlässt fluchtartig das Gebäude.
Dessen unbeeindruckt, oder eben genau darum, legt sich Markus wieder hin. Gutes Personal ist wirklich schwer zu finden. Das weiß nun auch er. Er gönnt sich eine Ladung Nasentropfen und schläft wieder ein.
Diese kleine Kurzgeschichte ist selbstverständlich rein fiktiv. Alles nur erfunden.
Doch hiermit gibt es eine neue Rubrik in meinen Blog: GONZO. Gonzo steht im amerikanischen Englisch für außergewöhnlich, exzentrisch, verrückt. Im Sinne des Gonzo-Journalismus wird es in dieser Rubrik nun des Öfteren seltsame Geschichten geben, die teils reale, autobiographische aber eben oft auch fiktive Erlebnisse beherbergen. Einfach nur des Schreibens Willen.
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hmmm….
1.) Ekel schreibt man ohne c!
2.) Gonzo ist auch die Beizeichnung für einen Porno ohne Handlung…. mal schaun, welche definition dann eher zutrifft! ;-P
3.) Ich hoffe, der Markus is bis zur Partey wieder fit!
muha
1.) markus schreibt ekel mit ck.
2.) gonzo ist gonzo .. egal bei welcher/ mit / ohne handlung *fg*
3.) der markus haut sich täglich eine überdosis tabletten rein . . der muss wieder fit werden
4.) danke der nachfrage; mir gehts gut
warum kommt bitte beim markus am wochenende die putzfrau? die hat unter der woche zu kommen wo sie niemanden stören kann … *g*
und gesund wird man nicht durch tabletten, sondern nur durch viel schlafen und viel trinken. sag das bitte dem markus.
ps: auch wenns spät kommt. gute besserung an den markus.
danke danke, ich werd’s dem markus ausrichten
Gar nichts von Mord….. nur ein bisserl Teufel…. ich bin sehr enttäuscht
….und…. Ein-Liter-Bier-Flaschen helfen nicht beim Gesundwerden!
(nur etwas Aufmunterung)
danke
scheiße….. dass ich diesen blogeintrag mal als referenz in eines meiner academic papers einfließen lasse…… wer hätte das gedacht….
ololol .. schick mir das dann pls zu
[...] so weit entwickelt, dass am Schluss mein Blog sogar mehr oder weniger als Referenz aufschien. A. schrieb dazu: “scheiße….. dass ich diesen blogeintrag mal als referenz in eines meiner academic [...]